creature-feature

das schlechte gewissen

stefanie am 16. Juni 2011

Das Schlechte Gewissen ist eine weitere Auftragsarbeit für Christian Moser und die Monster des Alltags.

 

Der Anfang ist ganz einfach: Idee, Design, Figurenbau!

Zugeben: es ist nicht ganz so einfach, denn nicht immer lässt sich eine Zeichnung so ohne weiteres in eine 3D- Figur umwandeln. Oft existieren keine Seiten- oder Rückansichten der Comic- oder Zeichentrickfiguren. Hier ist dann auch der Modelleur bzw. Figurenbildner gefragt, bestenfalls durch Absprache mit dem Designer, dem Charakter Profil zu verleihen. Der Rohbau ist der erste Schritt.

Der Bezugsstoff ist für den Ausdruck der Figur nicht unwichtig. Wenn für die Bequemlichkeit ein dickes, behagliches Fleece gewählt wurde, bekommt das Gewissen einen Überzug aus einem dünnen, bi-elatischen Frotteé aus dem Stoffhandel. Da der aber nur in einen Giftgrün erhältlich war, musste er noch durch Einfärben der Designvorlage angepasst werden.

Aber egal welcher Stoff, letzten Endes heißt es immer, etwas Flaches auf einen sehr komplexen Körper zu bringen. Das geht nur durch viele kleine Abnäher und Anpassungen, viele kleine Nähte und Straffungen.

Auch wenn es sich hier um den Bau des Schlechten Gewissens handelt, ist das Chaos (ganz nebenbei das Lieblingsmonster der Figurenbauerin) in der Werkstatt ständig anwesend…….

Sind die Körperteile sind fertig und brauchen »nur noch« montiert zu werden.

Das Schlechte Gewissen verfügt über ein paar körperliche Eigenarten, die die Geduld einer Figurenbildnerin ganz schön auf die Probe stellen können! Angefangen bei dem »Dings« auf dem Kopf, über die Knubbeln, bis zu den unzähligen Stacheln. Die Knubbel so homogen auf den Körper aufzubringen erfordert viel Sorgfalt, doch das passende Material für die Stacheln zu entdecken erforderte ein bisschen »Umwandlung«

Einmal fertig gestellt, war das Gewissen nicht mehr zu halten. Kurz wurde es noch vor der creature-feature Werkstatt gesehen, dann verließ es Leipzig in Richtung München.

 

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